Capella Tortina

“Törtchen” erlebt musikalische Auferstehung

Spitzname der Auferstehungskirche stand Pate bei der Taufe der „Capella Tortina Essen" Neues Streichorchester der Altstadt-Gemeinde ist noch auf Zuwachs ausgelegt.


    Ihre Premiere feiern die Musiker des neuen Ensembles Capella Tortina Essen am Sonntag, 26. August, bei einem Konzert in der Auferstehungskirche.

Mit einem Konzert am Sonntag, 26. August, um 19 Uhr in der Auferstehungskirche, Manteuffelstraße 26, wird ein neues kirchenmusikalisches Angebot in der Evangelischen Kirchengemeinde Altstadt aus der Taufe gehoben: Es handelt sich um das Gründungskonzert eines neuen Streichorchesters namens „Capella Tortina Essen". Auf dem Programm des ersten Konzerts des Ensembles ste­hen Werke von Corelli,Elgar, Resphigi,Penderecki und Si-belius. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Das neue Orchester dürfte in einer Hinsicht einmalig sein: es trägt den Spitznamen der Kirche, an der es seine Proben abhält. Das italienische Wort  „Tortina" bedeutet „Törtchen". Und "Hochzeitstorte" ist auch ein Begriff, mit dem der Volksmund die Auferstehungskirche aufgrund ihres runden Grundrisses liebevoll bezeichnete. „Mit einem solchen Namen kann man natürlich spielen", erklärt Elisabeth Birckenstaedt, Mitglied des Ensembles und gegenwärtig für die organisatorische Arbeit zuständig.

Eigentlich kann das Ensem­ble schon auf eine längere Tradition zurückblicken: Bis in die neunziger Jahre existierte in der damaligen Gemeinde Altstadt-Ost bereits ein Orchester, doch musste es aus Kapazitätsgründen   wieder aufgegeben werden. Im vergangenen Jahr setzten sich dann mehrere Musiker, darunter auch einige frühere Mitglieder des ehemaligen Orchesters, zusammen, um eine Neugründung zu unternehmen.

Stefanie Westerteicher, Kantorin an der Auferstehungskirche, sprach Markus Maczewski an, einen Kollegen aus Oberhausen, der ihr als Liebhaber der Orchestermusik bekannt war. Er sagte zu, das neue Ensemble zu leiten. Zu den ersten Mitgliedern gehört auch eine ausgebildete Konzertmeisterin,  und so konnten noch im selben Jahr die ersten Proben beginnen. Im Oktober 2006 erfolgte ein erster Auftritt in einem Konzert, zusammen mit der Jugendkantorei an der Auferstehungskirche.

Von Anfang an stand fest, dass die Capella Tortina ein reines Streichorchester werden sollte. Dabei ist das Arbeitskonzept des Orchesters sehr flexibel angelegt. Und selbstverständlich ist eine Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde beabsichtigt:

Das Orchester steht für die Zusammenarbeit mit den Chören der Gemeinde grundsätzlich gern zur Verfügung. Daneben sollen aber auch eigene Projekte verfolgt werden. Geplant sind Konzertprogramme, in denen die Capella Tortina allein auftritt, doch will das En­semble auch für Engagements von auswärts zur Verfügung stehen.

Programmatisch ist man nicht festgelegt. „Wir sind of­fen für Musik aller Epochen", erklärt Birckenstaedt. „Auch weltliche Musikprogramme - wie zum Beispiel jetzt am 26. August - kommen infrage." Zunächst steht aber wieder ein Gemeinde-Projekt an: nach dem Gründungskonzert wird die Capella Tortina mit der Kantorei an der Auferste­hungskirche eine Aufführung des Oratoriums „Der Messias" von Georg Friedrich Händel vorbereiten.

Feste Probentermine gibt es bisher nicht. Die 14 Mitglieder des Ensembles würden sich jederzeit über Zuwachs freuen. Interessierte erhalten bei Elisabeth  Birckenstaedt,   0 23 61 /14188, nähere Informationen.

 

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